Bauvorhaben und Betriebskonzept

Sanierung und Wiederaufbau

Das Haupthaus aus Fachwerk und das markante Torhaus auf dem Mühlenanwesen, deren früheste Bausubstanz aus der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert stammt, zählen zu den ältesten Bauten Eschborns. Einst bildeten sie gemeinsam mit inzwischen nicht mehr erhaltenen Gebäuden – darunter Ställe und Scheunen – ein geschlossenes Ensemble um einen Innenhof. Dieser historische Charakter wurde im Zuge des Projekts wiederhergestellt: Die bestehenden Gebäudeteile – Haupthaus, Scheunenhaus und kleines Torhaus – wurden unter denkmalpflegerischen Auflagen vollständig saniert. Die verloren gegangenen Baukörper wurden durch zwei neue Zwischenbauten und ein Eckhaus ersetzt, deren Abmessungen einer alten Liegenschaftskarte entnommen wurden. Da kaum verwertbare alte Unterlagen wie Pläne, Zeichnungen oder Fotografien vorlagen, war eine exakte Rekonstruktion nicht möglich. Die neuen Gebäude wurden daher in enger Abstimmung mit den Denkmalschutzbehörden so errichtet, dass sie sich in Maßstab und Wirkung harmonisch in das Ensemble einfügen.

Nutzung: Gastronomie und Veranstaltungsräume  

In das historische Mühlengebäude ist das Restaurant "Alte Mühle" eingezogen. Ein Pächter wurde bereits im Vorfeld gefunden: Der Caterer Robert Walch aus Niederhöchstadt verwöhnt seit September 2026 Gäste aus Nah und Fern mit einem frischen, regionalen und bodenständigen kulinarischen Angebot. Das Haupthaus und der anschließende neue Zwischenbau werden vollständig vom Pächter genutzt. Dort entstanden neben den Gasträumen und der zugehörigen Küche auch sanitäre Anlagen, eine kleine Pächterwohnung sowie Personal- und Büroräume. In den Sommermonaten steht auch der barrierefrei gestaltete Innenhof als Außenbereich der Gastronomie zur Verfügung.

Weitere neu geschaffene Räumlichkeiten können – analog zum Bürgerzentrum Niederhöchstadt – für unterschiedlichste Veranstaltungen genutzt werden. Sie können flexibel von Eschborner Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Unternehmen belegt werden – etwa für Feierlichkeiten, private Veranstaltungen, Schulungen, Kurse, Seminare oder Präsentationen.

Fünf Räume wurden für die multifunktionale Nutzung vorgesehen:

  • In der sanierten Scheune: ein Raum mit 55 m2 im OG
  • Im sanierten Torhaus: ein Raum mit etwa 21 m2 im EG und ein Raum mit etwa 21 m2 im OG
  • Im neuen Eckhaus: ein Raum mit etwa 38 m2 im EG und ein Raum mit etwa 46 m2 im OG

Neben dem Zugang über die Straße An der Alten Mühle wurde zusätzlich ein Durchgang von der Streuobstwiese aus geschaffen. Parallel zur Breslauer Straße entstanden 20 Pkw-Stellplätze, ergänzt durch 30 Fahrradstellplätze in der Verlängerung der Straße An der Alten Mühle.

Letzte Aktualisierung: 21.01.2026